Der neue Einfluss der Privatsphäre Privatsphäre ist in der Arbeitswelt wichtiger denn je Hybride Arbeitsweisen fordern unser Gehirn. Wir müssen Entscheidungen treffen, die früher nicht nötig waren. Soll ich einen Raum fürs Meeting buchen? Habe ich Aufgaben, die viel Konzentration erfordern? Werden die Teilnehmenden des Calls im Büro sein? Ist es okay, den Video-Call in der freien Fläche anzunehmen? Diese Fragen zeigen, was sich die Menschen laut einer Steelcase-Studie heute am Arbeitsplatz wünschen. Für Beschäftigte aus 11 Ländern ist Privatsphäre am allerwichtigsten, dicht gefolgt von Räumen, die das Wohlbefinden fördern. Privatsphäre und Büroräume, die uns beim Denken unterstützen und dazu beitragen, dass wir uns besser fühlen – diese Aspekte sind stark miteinander verwoben.

Neue Motive

Um die Anforderungen der hybriden Arbeit besser zu verstehen, hat das Steelcase-Forschungsteam Interviews und Umfragen mit Hunderten von Mitarbeitenden durchgeführt sowie deren Aufzeichnungen ausgewertet. Ihre Ergebnisse sind repräsentativ für alle Länder der Welt.

„Neu ist vor allem, dass Meetings im Büro zusätzliche Ablenkung bewirken. Die Privatsphäre kann nicht geschützt werden, insbesondere, weil viele Arbeitsplätze inzwischen gemeinschaftlich genutzt werden“, so Andrada Iosif, Steelcase WorkSpace Futures.
Orangebox Campers and Dens Coalesse Lagunitas Sitzmöbel Drei Privatsphäreaspekte Umgebung
Menschen bewerten die zur Verfügung stehenden Räume. Wie viel Privatsphäre bietet der persönliche Arbeitsplatz? Wie viele Personen sind in der Nähe und welche Regelungen gibt es für Besprechungen in offenen Flächen?
Drei Faktoren sorgen dafür, dass sich Menschen bewusst oder unbewusst mehr Privatsphäre wünschen. Tätigkeit
Die Angestellten wägen ab, wie viel Fokus eine bestimmte Aufgabe erfordert. Werden vertrau- lich Dinge besprochen? Könnte ich unterbrochen werden? Wie lang ist die Besprechung? Welche technischen Mittel benötige ich? Ist die Unterhaltung privat?
Stimmung
Auch Vorlieben, Selbstwahrnehmung und Stim- mung beeinflussen die Menschen. An manchen Tagen brauchen Menschen Ruhe oder wollen sich zurückziehen. Andere ziehen Energie daraus, in der Nähe von anderen zu arbeiten.
Eine Auswahl an Lösungen zur Gestaltung der Privatsphäre Geringer Grad Mittlerer Grad Hoher Grad Geringes Maß an Kontrolle

Menschen wählen eher Einzelplätze in einer offenen Arbeitsumgebung, wenn ihre Arbeit weniger Fokus oder eine geringere kognitive Beanspruchung erfordert, z.B. wenn sie an einem Call nur passiv beteiligt sind oder beim Senden von E-Mails.
Away from the Desk Orangebox Moderates Maß an Kontrolle

Manchmal ist der Mittelweg richtig. Vielleicht möchte man zu sehen sein, aber nicht gehört werden können, oder umgekehrt. Oder man möchte für seine Teams zugänglich wirken und gleichzeitig signalisieren, dass die momentane Tätigkeit Ruhe erfordert. Halboffene Räume sind für solche Aufgaben optimal. Sie sorgen dafür, dass man nicht zu sehr abgelenkt wird und dennoch in der Nähe der Kolleg*innen ist.
Hohes Maß an Kontrolle

Menschen wünschen sich mehr Privatsphäre für strikt vertrauliche Aufgaben, für Aufgaben, die viel Konzentration erfordern oder um abzuschalten – Dinge, die mehr geistige Klarheit oder mehr Kontrolle über alltägliche Ablenkungen am Arbeitsplatz erfordern. Für solche Tätigkeiten reservieren die Angestellten am liebsten einen Raum, der akustische und visuelle Privatsphäre bietet.
Sie möchten jetzt
schon mehr erfahren?
Lesen Sie die gesamte neue Ausgabe des Work Better Magazins und erfahren Sie, was Unternehmen tun können, um mehr Freude an den Arbeitsplatz zu bringen. FORDERN SIE IHR EXEMPLAR AN